C64 Test: "MAH"



Montag 29 April 2019 von Trixter C64, C64 Test keine Kommentare

(RETREAM/2015-18)

Test der Downloadversion

MAH zu beschreiben, wird nicht einfach werden. Das Spiel ist Teil einer Seriensaga, welche aus insgesamt 6 unterschiedlichen Spielen auch auf unterschiedlichen Systemen (meist PC) besteht -  darunter Titel wie: BOH, Huenison, Quod Init Exit IIm, SkillGrid und KOG. 

Entwickelt wurde wohl mit BasicBoss und 6510-Maschinensprache, welche dann nach C gebracht nach AmigaOS 4 kompiliert, um danach wiederum mit dem BasicBoss-Kompiler in native C64 Programme kompiliert zu werden - warum? Nun, das sollte laut Aussage der Entwickler einen höchst optimierten Sourcecode ermöglichen. Ihr seht, selbst bei der Entwicklung und der Geschichte drumherum gibt sich das Spiel ein klein wenig anders als andere Spiele - halt sehr eigen irgendwie.

Die 16! Seitige englische Anleitung ist mit Informationen nur so gespickt und es ist ratsam, sich in diese einzulesen um die Spielmechanik zu verstehen. Würde man sich in manchen Sektionen so verhalten wie man es logisch von anderen Spielen gewohnt ist, kommt man hier keinen Meter weiter. Wer kein Englisch kann, ist ab diesem Punkt eigentlich aufgeschmissen, es sei denn, er kauft sich die physische Version auf Disk von Protovision, die kleine begleitende Kärtchen beigepackt hat, die auf diese besonderen Situationen eingehen oder er liest diesen Testbericht, denn auch hier werde ich auf viele Elemente näher eingehen. Allerdings kann ich dies nicht für alles machen, da es einfach viel zu komplex wäre. Aber ich denke, ich kann es auf die essentiell wichtigsten Dinge runterbrechen, sodaß  ihr das Spiel gut spielen könnt, ohne auf diese angedeuteten Probleme zu stoßen. Nebenbei erwähnt gibt es auch wieder ein Video davon auf meinem YouTube-Kanal, welches euch auch visuell durch einige Abschnitte leiten kann.

Im Downloadarchiv befindet sich neben der Disk auch die Modulversion, eine für PC und Amiga. (wobei es sich bei diesen Systemen im Grunde nur um einen verklappten VICE-Emulator handelt, der die C64-Version emuliert) Die Anleitung und die Kärtchen liegen natürlich ebenfalls (als PDF) Dateien vor.

Zur Geschichte (da ich die anderen Spiele nicht alle kenne, reime ich mir die Begebenheiten so zusammen): Die Welt wurde von den "Evil Masters" angegriffen - vermutlich eine außerirdische Rasse - die aber in die Flucht geschlagen wurde, mithilfe  einer Waffe mit den Namen Apocalypser. Dieses Teil hat die Macht, die gesamte Erde zu zerstören und wurde deswegen an einem geheimen Ort (Endlager für Atommüllabfälle) versteckt. Dieser wiederum wurde nun aber von der Gruppierung "The Purifiers" entdeckt und eingenommen. Ihr Ansinnen ist es, die kriegerische Menschheit zu vernichten und zu diesem Zweck programmierten sie den Apocalypser in ihrem Sinne um und aktivierten den ApocalypShield - eine Art Firewall um den Deaktivierungsmechanismus der Waffe zu beschützen. Diesen müssen wir nun als Hacker cracken um die Menschheit zu retten.

Beim Einladen der Directory (Diskversion - entfällt natürlich beim Modul) wird der Inhalt nicht wie gewohnt dargestellt sondern so angepaßt, daß nicht nur die einzelnen ladbaren Files wie GUI, Docs, Intro, Ende und Spiel erscheinen, sondern auch direkt der Ladebefehl vor und hinter dem Eintrag erscheint. Man bräuchte also nur zu einem gewünschten Eintrag mit den Pfeiltasten wechseln und die Return-Taste drücken, damit dieser geladen wird - eine nette Idee, aber eigentlich unnötig, da das erste File eine GUI nachlädt, über die ohnehin alles separat anwählbar ist. Aber für absolut Ungeduldige natürlich eine direkterer Weg, genau das Gewünschte laden zu können und für das Spiel eine weitere Gelegenheit sich absetzen zu können, denn die Directory besitzt das MAH-Logo in Basicgrafik und die Einträge sind zweifarbig - auch einige kleinere Texthinweise dürfen nicht fehlen. Ist zwar unnötig, aber ein netter Gag, den man so noch nicht gesehen hat.

Laden wir das erste File "Frontend", gelangen wir nach kurzer Ladezeit in ein Menü. Hierüber können wir über wählbare Icons die Anleitung, das Intro, das Spiel und nach erfolgtem Durchspielen auch die Endsequenz starten. Wählt man das Intro, erscheinen einige Bilder, die die Hintergrundgeschichte erzählen (dies läuft nicht automatisch ab, sondern muss vom Spieler "weitergeblättert" werden) - im Anschluss wird direkt das Spiel geladen. Es erscheint ein Screen mit wirren Zahlen und Zeichen - dies ist die Schnittstelle zum ApocalypShield - hier muss man 3 Zeichen als Namen eingeben. Dies ist später dienlich für die speicherbaren Highscores. Danach erscheint eine Abfrage des Schwierigkeitsmodus - wobei zwischen "Normal" und "Assisted" unterschieden wird. Assisted ist hierbei als Eaysmodus zu sehen. Dieser macht das Spiel nicht nur insofern leichter, daß einige  Komponenten und Elemente der Spielmechanik nicht mehr greifen, bzw. abgeschwächt sind, sondern er ist auch rund die Hälfte kürzer. Er kann also zum Einstand genutzt werden um in das Spiel hineinzuführen, aber in diesem Modus kann man das Spiel nicht erfolgreich abschließen. Hat man das Ende des Modus erreicht, wird das Spiel beendet und man findet sich wieder bei der Auswahl des Schwierigkeitsgrades wieder. Wählt man einen Modus, findet man sich in einer Art Übersicht wieder. Hier sieht man neben dem aktuellen Highscorestand auch die einzelnen Bereiche, die man noch abschließen muss oder schon hat. Allerdings scheint man darauf keinen Einfluss zu haben - zB. kann man zuvor schon gespielte Level nicht erneut aufsuchen. Aber man erhält eine gute Info, was auf einem zukommt, da sich direkt sehen läßt, wie viele Abschnitte im nächsten Bereich auf einen warten. Diese sind stets von der Anzahl unterschiedlich und auch vom Ablauf her dynamisch, bzw. zufällig verteilt. Man kann also nie genau sagen, welcher Abschnitt an welcher Stelle kommt. Da es sich aber stets aus den selben Abschnitten zusammensetzt, bekommt man schnell Routine und den Dreh raus, worauf es ankommt. Auch findet man hier eine Art Countdown, der in Adressencode herunterläuft (107a) - das sind umgerechnet ca. 90 Minuten in Echtzeit. Ist der Zähler bei 0000 angelangt, schmilzt der Kern und die Höllenwaffe zerstört die Erde. Dies ist also die Zeit, die dem Spieler bleibt, alle Abschnitte des Spieles durchzuspielen - und das sind 67 an der Zahl, wenn ich mich beim Zählen nicht verschaut habe. Deswegen wird es essentiell, die Abschnitte möglichst flott zu absolvieren - damit man dieses Ziel überhaupt erreicht, bzw. eine Chance hat es zu erreichen. Die Zeit läuft auch während der Übersicht gnadenlos weiter, deswegen sollte man schnell handeln, dh. den nächsten Abschnitt starten oder die Pause mit "F1" reinhauen - dann allerdings verschwindet die Übersicht vom Screen und man kann nichts planen. Gestartet wird ein Bereich (dessen Abschnitte automatisch nacheinander starten und die nach Erfolg wieder zu dieser Übersicht zurück führen) mit dem Druck auf den Feuerknopf, bzw. der Leertaste. Das Spiel läßt sich nämlich neben der Joysticksteuerung auch komplett mit der Tastatur steuern.

Der erste Abschnitt ist stets der Gleiche, deswegen fangen wir mit diesem auch an. Wir sehen ein Spielfeld mit einem Rahmen ringsherum. Das Spielfeld besteht aus Einsen und Nullen. Davon müssen wir eine bestimmte Anzahl einsammeln. Dies geht aber nur, wenn wir eine Spur hinter uns ziehen. Diese Spur erhalten wir nur, wenn wir voll aufgeladen sind. Irgendwo am Rand werden zufällig weiße Icons erscheinen, diese bringen Aufladepunkte. Dieses Icon müssen wir treffen um unsere Ladeleiste am rechten Rand um 3 Punkte zu erhöhen. Denn - nicht nur das Sammeln der Einsen und Nullen ist nur in diesem Modus möglich, sondern auch das Einsacken anderer Icons, die sporadisch und zufällig für 5 Sekunden am Rand auftauchen. Dies können Dinge sein, die für uns nützlich sind - etwa durch Gegner hindurchfliegen, also Unverwundbarkeit auf Zeit, aber auch um Gegnerformationen zu verhindern, die sich dann formieren, sollten wir das Icon nicht getroffen haben. Formierte Gegner lassen sich wiederum nur durch das selbe Prinzip (Aufladen, richtiges Icon treffen) bezwingen. Aber auch beim Einsacken der Nummern gilt es Dinge zu beachten. So sieht man zB. einsammelbare Icons erst, wenn man sich mit einem Feuerknopfdruck vom Rand löst - dabei schießen wir in enormen Tempo in den Spielbildschirm. Treffen wir dabei einen Gegner oder sind länger als 8 Sekunden unterwegs, gilt der Ausritt als verloren und somit auch die zurückgelegte Strecke - wir müssen also stets wieder an den sicheren Rand zurück um die gesammelten Zahlen sicher nach Hause zu bringen. Und noch eine Kleinigkeit gibt es zu beachten. Trifft uns ein Gegner, dann sterben wir zwar nicht, aber wir werden von einer Seite zur anderen geschleudert und dabei werden die Nullen und Einsen wiederhergestellt. Einige Gegnerformationen haben ebenfalls diese Eigenheit und später soll es auch "automatisch reparierende" Blöcke geben, die ebenfalls das Spielfeld wieder um neue Inhalte bereichern. Haben wir eine bestimmte Anzahl eingesackt, beginnt die Endphase - hier müssen wir einen Code knacken. Dh. bestimmte vorgegebene Zeichen treffen. Erst hiermit ist dieser Abschnitt erfolgreich gemeistert und einer der nun zufällig aufgeführten beginnt:

Geist mit Kopf
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Ein Geist und ein Kopf fliegen herum. Unsere Aufgabe ist es, den Kopf an den Seiten Links, Rechts und unterhalb so zu treffen, daß sich seine Zähne verfärben. Dazu beginnt man an einer Seite und schießt so lange einzelne Schüsse, bis man eine Verfärbung bemerkt, dann nimmt man sich die nächste vor und verfährt weiter, bis die Gegner grau werden und sich nicht mehr bewegen. Nun kann man den Screen mittig unten verlassen. Was so einfach klingt, ist harte Arbeit, denn eine Berührung mit den Gegnern oder dem Rand resettet das Ganze - zudem gibt es scrollende Hintergrundsflächen, die uns mitnehmen. Man muss also gefühlvoll vorgehen und stets in Bewegung bleiben.

Schlüsselsammeln
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Bei diesem Abschnitt fliegt man von unten durch eine Schlucht. Von oben fallen Schlüssel herunter, die man einsammeln muss. Allerdings gibt es auch zahlreiche Gegner, die ebenfalls herunterkommen und die sich zu den Seiten bewegen. Trifft uns einer, ist der Schlüssel wieder weg. Wie viele Schlüssel man sammeln muss, zeigt ein Balken rechts. Hat man es geschafft, erscheint ein fliegender Gegner den wir abschießen müssen. Dieser schießt einen Laser auf uns und öffnet dafür seine Deckung - in diesem Moment hauen wir Salven auf seinen Schlund.

Flugding mit Hand
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Dieser Gegner fliegt umher und zieht eine Spur aus Punkten hinter sich her. Ab und zu erscheint ein Handsymbol, welches den Gegner anhält, wenn wir es einsammeln. Steht er still, müssen wir seinen Punkteschweif abfliegen. Daraufhin ändern sich die Punkte in "leere" oder in welche mit Totenkopfsymbole. Keine Ahnung, worauf es hier ankommt, aber nach ein paar Versuchen ist auch dieser Abschnitt geschafft.

Policecop mit Wolf
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Hier fliegt ein Polizeikopf im Knast umher. Diesen müssen wir unter Beschuss nehmen, woraufhin er immer schneller wird. Irgendwann hält er für eine Millisekunde an und gibt einen Schlüssel preis. Diesen müssen wir schnappen und zum Schlüsselloch bringen. Das ist einfacher gesagt als getan, denn der Cop ist schnell wieder auf dem Damm und nimmt uns den Schlüssel wieder weg. Das wiederholen wir solange, bis das Tor geöffnet wurde.

Das wären alle Abschnitte (5) auf die man beim Spielen immer wieder treffen wird. Es wird wohl noch einen ganz am Ende (Switch) geben, den ich aber bislang noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Natürlich ist dies nur eine grobe Zusammenfassung - das Spiel ist zu umfangreich um alles zu beschreiben, aber man kann sich hiermit gut einfinden.

Kommen wir zur technischen Seite. MAH ist grafisch recht schlicht gehalten, was der Art von Spiel aber nicht schadet - die Hackeraufmachung inklusive ihrer Beinaheabstürze, Fehler und mal langsam und mal schneller laufender Musik ist gut gelungen und tragen optimal zur Atmosphäre bei. An allen Ecken und Kanten erkennt man Anspielungen auf andere Spiele (etwa Snake, Tron, Gridrunner) und fühlt sich auch direkt heimisch - wenn man Fan von arcadelastigen Spielen ist. Weiterhin blinkt und blitzt es und ist ständig in Bewegung - wohl ein Horror für jene die Elepsiewarnungen befürchten - witzigerweise befindet sich hier tatsächlich ein Hinweis in der Anleitung - vermutlich um auf Nummer sicher zu gehen, falls mal Klagen aus der Richtung kommen sollten. Die Musik ist gelungen, abwechslungsreich und paßt optimal zu dem Geschehen auf dem Bildschirm - Sound hingegen habe ich keinen vernommen.

Die Steuerung ist sehr feinfühlig, was aber sicher so gewollt ist - dh. sie reagiert sehr präzise und fast schon übersteuert auf Richtungswechsel, wodurch das pixelgenaue Ansteuern, welches beim Treffen der Icons nötig ist, zum Glücksspiel wird. Aber das bewerte ich noch zum abgedrehten Gameplay, da es wunderbar zu dem gesamten Spiel paßt und eben erlernt werden muss. Die Spielmechanik ist in einigen Abschnitten mehr als gut durchdacht - was viele unterschiedliche Kombinationen während des Spielens des immer gleichen Abschnittes ermöglicht. In anderen ist eher Ausdauer und Geschick von Nöten. Die Verschmelzung aller Abschnitte zu einem Spiel ist gut gelungen - zumindest was die technische Seite angeht. Beim Gameplay sieht das allerdings ein klein wenig anders aus. Klar macht es ungeheuren Spaß, das Konzept des Spieles zu ergründen und auszuprobieren, aber all das  Positive vermag nicht die Schwäche zu kaschieren, daß es sich stets immer und immer wieder um die gleichen Handlungsabläufe dreht. Okay, sie werden mit der Zeit immer schwerer und es kommen immer weitere Dinge wie mehr Gegner, mehr Icons, ect. hinzu - aber ich bin ehrlich, wenn ich sage, daß ich irgendwann die Lust verloren habe, mich durch die 21 "Level" zu kämpfen, die immer gleich anfangen und mit anderen bekannten Screens weiter gehen.

Obwohl das Spiel "nur" 90 Minuten dauert hätte ich mir eine Savefunktion gewünscht um das Spiel auch mal auf Seite zu legen, wenn es beginnt mich zu nerven - um  am  nächsten Tag exakt an der Stelle mit dem noch vorhandenen Zeitlimit weiterspielen zu können. Ernsthaft - wer bitteschön hält das aus und hat die Muße sich das Spiel dauerhaft zu geben? Das dürften wohl die Wenigsten sein. Der nächste Punkt ist zudem das Zeitlimit selbst. Würde man diese Restzeit zB. in richtiger Zeitangabe angeben, anstelle als binärer Code, würden viele schon begonnene Spiele mittendrin abbrechen, da sie erkennen, daß sie es ohnehin nicht mehr schaffen, das Spiel innerhalb der Zeit zu beenden. Sprich - das Spiel setzt voraus, daß man alle Abschnitte möglichst ohne große Fehler und ohne viel Zeit zu verbraten durchspielt - sonst fehlt diese nach hinten raus und das Spiel bricht einfach mitten drin ab, sobald das Zeitlimit abgelaufen ist. Hier wäre es angebrachter gewesen, nicht den Easymodus zu reduzieren, sondern diesen ebenso wie den normalen durchlaufen zu lassen, damit auch die weniger Geübten oder jene denen Action-Arcade-Games nicht so liegen, ebenfalls mal ein Erfolgserlebnis erhalten. Der Easymodus spart nämlich aufgrund diverser  Entschärfungen in der Spielmechanik einiges an Zeit ein - allerdings ist selbst hier nicht garantiert, es innerhalb des Zeitlimits zu schaffen. Sprich - im direkten Vergleich habe ich es im Easymodus komplett durchspielen können und hatte einen Zeitpuffer von "0216", was ungefähr 19 Minuten ergäbe. Da das Spiel hier nur die Hälfte seines Umfanges groß ist, habe ich dafür schon 71  Minuten gebraucht  - wie zum Geier soll man die andere Hälfte in einem Bruchteil dessen schaffen, zumal es ja nach hinten heraus auch nicht leichter wird? Im normalen Modus bin ich noch nicht mal bis zur Hälfte gekommen. Erkennt ihr, worauf ich hinaus will? Es ist, obwohl man keine Leben verliert, einfach viel zu schwer und für normale Spieler daher unschaffbar. Ein wenig mehr Entgegenkommen beim Schwierigkeitsgrad und eine Speicherfunktion hätte dem Spiel gut getan.

Fazit

MAH ist ein besonderes Spiel, welches nicht leicht in Worte zu fassen ist. Es hat seinen eigenen Stil, den es an allen Ecken zeigt - beginnend von der Directory bis zum Ende. Das hat man so noch nicht gesehen und dies weiß durchaus zu gefallen. Man merkt, daß man sich hier sehr viel Mühe gemacht hat, etwas neues zu schaffen. Deswegen ist es einzigartig und auch interessant. Nur kann die ausgeklügelte Spielmechanik, die jede Spielsitzung zufällig werden läßt, nicht darüber hinwegtäuschen, daß man ständig immer und immer wieder die gleichen Dinge spielt, was auf die Dauer eintönig wird. Die Technik legt dabei mehr Fokus auf Zufall als Geschick oder Können - zudem ist das Zeitlimit viel zu knapp bemessen, sodaß sich die Meisten daran die Zähne ausbeißen und nie das Ende zu Gesicht bekommen werden. Hat man das erst einmal gemerkt, weicht die anfängliche Euphorie und man wird den Titel nach einigen Fehlversuchen in die Ecke stellen. Empfohlen werden kann das Spiel daher in erster Linie leidensfähigen Hardcore-Arcadegamern die sich Stundenlang an einer Sache verbeißen können und eine neue Herausforderung suchen mit jeweils ungewissen Ausgang - und natürlich Sammler, die ein außergewöhnliches Spiel suchen um ihre historische C64-Sammlung zu vervollständigen. Aber normale Spieler sollten sich erst mal die kostenlose Version zu Gemüte führen und dann entscheiden, ob sich für sie ein Kauf wirklich lohnt.

MAH bekommt aufgrund seiner Originalität 7 von 10 möglichen Punkten.

Die kostenlose Version findet ihr zum Download hier:
https://csdb.dk/release/?id=152167

Die Downloadversion liegt bei 4 US-Dollar bei itch.io:
https://retream.itch.io/mah

Die Diskversion schlägt mit 28 Euro bei Protovision zu Buche:
https://www.protovision.games/shop/product_info.php?products_id=213&language=de

Die Modulversion bei RGCD liegt bei 32 britischen Pfund:
https://rgcd.bigcartel.com/product/mah-commodore-64-pal-only

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Dieser Artikel wurde vor 1 Jahr(en) , 6 Monat(en) und 5 Tag(en) veröffentlicht, es ist also möglich, dass der Inhalt inzwischen nicht mehr aktuell ist.

Schlagworte : C-64, Test, Digital Talk

Trixter
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Retro & Emulation, Alternative Computersysteme, Schwerpunkt: Spiele

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