C64 Test: "The Sky is Falling"



Montag 24 Dezember 2018 von Trixter C64, C64 Test keine Kommentare

(Psytronik/2017)

Test der Downloadversion

The Sky is Falling ist im Grunde das umgekehrte Spielprinzip von Bomber Run aus dem Jahr 1985. Dort ging es darum, daß man mit einem Flugzeug Wolkenkratzer mit abgeworfenen Bomben stückchenweise verkleinert. Mit jedem Überflug, sinkt das Flugzeug ein Stückchen tiefer - Ziel ist es, alle Wolkenkratzer zu zerstören, ehe man in einen überstehenden Rest hineinkracht.

Bei The Sky is Falling haben wir es mit dem umgekehrten Spielprinzip zu tun - hier spielen wir ein Männlein, welches am unteren Bildschirm unterhalb einer mit Stalaktiten besetzten Platte läuft und diese abschießen muss, ehe die Platte den Boden erreicht - bei jedem Durchgang, sinkt die Decke ein Stückchen tiefer - der einen dabei verfolgende Steinbrocken ist nur ein verschönerndes Element. Natürlich wurde das Spiel durch einige Elemente erweitert - aber im Grunde kann man jetzt schon sagen, handelt es sich um ein eher kurzweiliges Arcadespiel.

Nach dem Start wird man von einem netten Introbild begrüßt, danach findet man sich in einem Menü wieder, über das man entweder das Spiel oder das Intro wahlweise starten kann. Das Intro bietet eine nett gemachte Animationssequenz, die auch aus dem in dieser Ausgabe (Digital Talk 104) getesteten Argus entsprungen sein könnte. Dabei läuft Musik und ein Scrolltext erzählt ein wenig über die Macher. Nach bereits kurzer Zeit hat man sich daran sattgesehen und da das Intro nicht beendet werden kann, muss man den CEVI resetten und das Ganze erneut neu einladen.

Wählt man im Menü das Spiel, befindet man sich kurz darauf im Titelscreen des Spieles wieder - hier kann man allerdings nichts weiter einstellen. Ein Druck auf den Feuerknopf führt zu einer Schwierigkeitsauswahl (3 Stufen - Easy, Medium und Hard) und nach dessen Auswahl direkt ins Spiel. Die Unterschiede der Schwierigkeit beziehen sich übrigens auf die angesetzte Höhe der Plattform über unserem Kopf und der Laufgeschwindigkeit der Spielfigur. Unsere Spielfigur läuft automatisch von links nach rechts - eine Steinkugel wie aus Indiana Jones verfolgt sie dabei - allerdings wohl ohne wirklichen Sinn - zumindest habe ich keinen in den ersten 3 Leveln erkennen können - weiter bin ich in diesem Spiel auch nie gekommen.

Gut, wir beschränken uns hier also nur auf´s Feuerknopfdrücken. Denn dieser wirft einen Schraubenschlüssel nach oben und reduziert einen der Stalaktiten - falls sich dort einer befunden haben sollte. Ziel ist es, alle Stalaktiten komplett abzuräumen. Gelingt uns das, läuft die Spielfigur über die Bodenplatte und zieht mit einer nett gemachten Animation in den nächsten Level. Schaffen wir es nicht, werden wir gegen einen Stalaktiten laufen und unser einziges Leben verwirken - Game Over.

Im Spielverlauf werden wir auf Ballone treffen, die wir ebenfalls abwerfen können - diese enthalten ein Medipack, welches beim nächsten Durchlauf aufgesammelt wird und zufällig entweder einen Pickel (nein, kein Mitesser! Eher das Pendant zu einem Eispickel, nur für Stein) oder TNT enthält. Dies ist quasi für kurze Zeit unsere Aufrüstung der Waffe, bzw. Fähigkeiten. Der Pickel hat nämlich eine höhere Durchschlagskraft als der Schraubenschlüssel und reduziert einen Stalaktit deutlich stärker und das TNT kann mehrere der Dinger wegsprengen. Der Geiervogel, der ebenfalls durch die Höhle fliegt, absorbiert alles - es kommt also nichts mehr oben bei den Stalaktiten an - das gilt auch für die Bonusfähigkeiten und würde diese verschwenden! Also Achtung!

So viel zum Spielprinzip - mehr ist wirklich nicht dazu zu sagen. Die technische Seite ist grundsolide, hier gibt es nichts zu meckern. Die Grafik ist nett anzusehen, die Animationen sind gut gelungen, Musik ertönt nur im Menü - ist aber ebenfalls sehr nett, im Spiel bekommt man nur SoundFX auf die Ohren - das ist aber völlig ausreichend, da sich die Soundkulisse wie ein Teppich über das Geschehen legt. Die Steuerung ist präzise und im Grunde von den eigenen Reflexen abhängig. Es empfiehlt sich, sobald vorhanden und man kann - die diversen Bonusfeatures einzusacken und im Level zu verwenden - dies erhöht die Chance, den Level zu bestehen ungemein.

Kommen wir zum Fazit.

The Sky is Falling ist ein typisches Arcadespiel, dessen Sinn es ist, möglichst lange am Leben zu bleiben um den Punktestand zu erhöhen. Es ist auf allen Schwierigkeitsgraden ziemlich knackig schwer, sodaß die Meisten wohl schon im zweiten Level die Segel streichen werden. Wie viele Level es tatsächlich gibt war nicht zu ermitteln, aber ich vermute mal, daß sich das Ganze später endlos lange wiederholen wird - sprich, es kein Ende bei diesem Spiel gibt. Es macht durchaus Spaß - beim Messen mit anderen und könnte seine Berechtigung auf Partys haben - allerdings müssen sich die Spieler ihre Punkte merken, da es scheinbar keine Highscoreliste gibt. Spielt man es allerdings alleine, dürfte sich nach kurzer Zeit schon mehr Frust als Lust einstellen - da Geschicklichkeit alleine nicht ausreichend ist - es gehört auch immer eine gute Portion Glück dazu - sonst bleibt man in den ersten Screens schon kleben. Das mag für gewisse Spieler ein toller Anreiz sein, aber ich fürchte, die Masse wird das ein wenig anders sehen. Bei einem Gratisspiel würde ich noch ein Auge zudrücken und es jedem mal zum Selberantesten empfehlen. Für ein Kaufspiel ist das aber ein wenig "too much".

Daher erhält The Sky is Falling nur die mittelmäßige Wertung: 5 von 10 Punkten.

Das Spiel ist erhältlich (ja, inzwischen ist der Psytronik Webshop wieder offen!) auf Tape und Disk (unterschiedliche Ausstattungen) zwischen 7 bis 14 britische Pfund. Die Downloadversion liegt bei 3 US-Dollar derzeit.

www.psytronik.itch.io/the-sky-is-falling

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Schlagworte : C-64, Test, Digital Talk

Trixter
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Freier Redakteur bei Special Interest Magazinen & Online-Blogs
Retro & Emulation, Alternative Computersysteme, Schwerpunkt: Spiele

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