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Armiga Prototype
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08.06.15 15:37
Trixter 

Administrator

Armiga Prototype

Dieses Stück Hardware ist zwar kein wirklicher NewGen-Amiga im eigentlichen Sinn, aber immerhin eine nagelneue "Lösung" einen A500 nachzubilden. Das Teil ist so neu, daß es bislang noch nicht wirklich viele Infos darüber gibt - aber folgendes ist gewiß: das Projekt befindet sich im tiefsten Alphastatus (Prototype), es wird zwei Versionen geben (mit oder ohne echtes Diskettenlaufwerk), es basiert auf der Cubieboard2-Platine, es kommt im eigenen Gehäuse daher und auch die Preise stehen fest - sogar bestellen kann man es schon... nur würde ich aufgrund des frühen Status noch davon absehen, bis alles stabil und vernünftig läuft.

Pro finde ich persönlich die Größe, die Modellauswahl, das Gehäuse, das lizensierte Kick1.3 ROM und auch die Idee.

Negativ hingegen die Hardwarebeschränkung (da es ein Cubieboard ist, hat es "nur" 2 USB Ports, welche durch Maus und Tastatur schon belegt sind - also muss man natürlich selber mit einem aktiven USB Hub für weitere Ports sorgen) und den Preis. Dies sind natürlich Dinge, die dem Cubieboard geschuldet sind - denn dessen Preis liegt derzeit um die 70 Euro. Warum die Entwickler auf solch ein Teil zurückgreifen, während die Konkurrenz in Form von RaspberryPi nicht nur deutlich billiger, sondern auch leistungsfähiger ist (4 CPU Kerne anstelle der 2 vom Cubie), läßt sich nur so erklären, daß es den RPi2 bei Beginn der Entwicklung des Armiga noch nicht gab.

Die "Emulation" läuft noch nicht so rund wie sie soll - vor allem Software (zB. Demos), die die Hardware richtig ausreizt, soll auch den Cubie an seine Grenzen bringen - dh. der Ton verabschiedet sich, alles ruckelt und er reagiert nicht mehr präzise auf die Joysticksteuerung. Das soll aber die Ausnahme darstellen - rund 90% der Spiele laufen gut. AGA gibt es nicht (wer weiß, ob es kommen wird?), Festplattenunterstützung auch nicht, höhere CPU und RAMausbau über 1Mb scheint auch noch Zukunftsmusik zu sein... hier liegt der Fokus halt komplett beim A500.

Ob es das Ding auch noch braucht, wenn man viel kostengünstiger all das über einen RaspberryPi (B,+,2) realisieren kann? Okay, dann hat man halt kein Gehäuse mit einem "Armiga" Schriftzug drauf, aber das wäre mir total egal, da ich für 6 Euro ein simples reguläres Gehäuse dazu kaufen kann.

Preislich "kratzt" das Ding schon an die Regionen eines Minimig, welcher wohl besser ausgereift sein dürfte. 169 Euro für die Disklaufwerksversion, 119 Euro ohne. Man darf, nein, man muß gespannt sein, wie sich das Teil in Zukunft noch entwickeln wird - und bis dahin (wenn es soweit ist, wird im Blog darüber berichtet) würde ich von einem Kauf zum jetzigen Zeitpunkt abraten...

Wer sich aber schon jetzt ein Bild vom neuen Armiga-Projekt machen will - alle weiteren Infos und Bilder (und Kaufmöglichkeit) auf:
http://www.armigaproject.com/

15.11.16 13:10
Trixter 

Administrator

Re: Armiga Prototype

In einem noch nicht einmal 4 Minuten langen YouTube-Video wurde eine Armiga Full Edition reviewt... (engl.)


https://www.youtube.com/watch?v=4VOY2yqNKBI

Dazu kann ich nur sagen - nachdem wie sich der RaspberryPi mit dem Emulator Happiga gab - ähnliches auch hier zu gelten scheint... normale Amigaemulation (OCS/ECS) ist ganz okay - ab der AGA Emulation (und Armiga kann solche jetzt aufgrund eines neuen Updates auch) wird es kritisch. Zwar setzt Armiga nicht auf Happiga, sondern kommt mit einem anderen Frontend daher - aber der Emulator selbst, wird der selbe sein - zumindest vom Kern her, denn soviel Auswahl hat man im ARM-Sektor ja nicht und wie wir wissen, nutzen alle dieselbe Quelle, bzw. denselben Portierer.

Wenn ihr meinen Rat hören wollt - ein durchdachtes Konzept (zB. mit eingebauter Floppy), verpackt in einem schnuckeligen Gehäuse (3D Printer), basierend auf leistungsschwächerer Hardware als ein RaspberryPi 2/3, nützt nicht wirklich was, wenn die Software (Emulator) nicht entsprechend ausgereift ist. Hier wie beim Pi gilt also - keiner weiß, wohin die Reise gehen wird, solange kein neuer Portierer (oder eigener Coder) gefunden wird, der den Emu fertig entwickelt. Für OCS/ECS Amigas sicherlich ganz brauchbar, für alles andere (AGA/Demos) nicht...

Das gilt es aktuell zu bedenken - für alle die vorhaben sollten, zuzuschlagen. Gleiches (aber mit mehr Rechenleistung und deutlich günstiger) bekommt man mit den RaspberryPi´s geboten - nur eben nicht so schön passend verpackt...

MfG, Trixter

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